Taekwon-Do
( Die Kunst des Hand- und Fußkampfes )
 
 

Inhalt
 

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Taekwon-Do - Herkunft
[ Kampfsport oder Kampfkunst?
[ Zu erreichende Ziele
[ Bestandteile des Taekwon-Do
[ Die Formen
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Herkunft

Über das Taekwon-Do ist schon viel geschrieben worden. Über die geschichtlichen Hintergründe gibt es wohl nicht mehr viel zu erzählen. Diese Seite hat es sich auch nicht zur Aufgabe gemacht, Dinge zu wiederholen, die schon in vielen anderen Webseiten und Büchern niedergelegt worden sind. Diese Seite will vielmehr Dinge ansprechen, die nicht schon überall stehen. In vielen Dingen wird dabei die Meinung des Autors wiedergegeben. Wenn jemand nicht dieser Meinung ist, dann ist das gut. Niemand sollte darauf bestehen, dass seine Meinung die einzig richtige ist. Da eins der Ziele des Taekwon-Do auch die Verständigung ist, sollte man die einzelnen Meinungen und Gedanken austauschen und das Gespräch suchen.

Taekwon-Do ist koreanisch. Warum ? Nicht weil es aus Korea kommt, sondern weil der Begründer, General a.D. Choi, Hong Hi, aus Korea stammt. Taekwon-Do ist aus vielen verschiedenen Kampfkünsten entstanden. Einige davon hatten ihren Ursprung in Korea, aber auch Elemente aus dem Karate sind zu finden. Viele dieser Elemente sind im Laufe der Zeit von Choi, Hong Hi verbessert und verändert worden, so dass mit der Zeit eine einzigartige Kampfkunst entstanden ist. 
 
 
 
Kampfsport oder Kampfkunst ?

Warum eigentlich Kunst ?
Vielen ist natürlich der Begriff " Kampfsport " viel geläufiger als Kampfkunst. Aber es heißt Tae
kwon-Do und nicht nur Tae Kwon. Dieses DO ist es, welches diesen Kampfsport zur Kampfkunst macht. Taekwon-Do kann ein Begleiter durch das Leben werden. Als Sport kann man ihn nur eine begrenzte Zeit ausüben. Viele sind der Meinung, das Erlernen der Techniken sei das Ziel des Taekwon-Do. Aber darin haben Sie sich geirrt oder den Sinn nicht verstanden. Die Techniken kann ich in ein paar Jahren gelernt haben. Aber das ständige Üben und Verbessern der Techniken ( keiner wird je perfekt sein ) ist der Weg zur Bildung eines guten Charakters. Die Techniken sind somit nur ein Mittel zum Zweck. Und wenn jemand diesen Weg konsequent beschreitet, dann ist das Kunst.
Tae
kwon-Do ist keine Kampfkunst wie jede andere. Genauso wenig wie die anderen Kampfkünste sind wie jede andere.
Aber es ist eine Kampfkunst, wie die anderen auch.
Keine der alten Künste konnte sich gleich einer anderen entwickeln. Dies hing schon von den Bedürfnissen und Gegebenheiten des Ortes ab. Auch hat die Zeit viele Dinge verändert. Es ist immer das Bestreben eine Sache zu verbessern. Und da hat jeder andere Vorstellungen wie das auszusehen hat. Allerdings sollte nicht jeder Veränderungen vornehmen, da sonst Tae Kwon Do als Einheit verloren geht.
Mit der Teilung Koreas kurz nach dem 2. Weltkrieg begann eine Art Bruderkrieg zwischen Nord- und Südkorea, der natürlich auch das Tae
kwon-Do einbezog. Es entstand ein zweiter Weltverband, die World Taekwon-Do Federation ( WTF ). Er ist mit der International Taekwon-Do Federation ( ITF ) der größte Weltverband. Und ich denke, das wird sich auch nicht ändern, solange Korea geteilt ist. Aber beide Verbände verbreiten Taekwon-Do, wenn auch mit unterschiedlichen Bezeichnungen der Techniken und anderen Formen. Gleichwohl sollte man aber nicht vergessen, wer letztendlich das Taekwon-Do entwickelt und begründet hat. Das war eindeutig General a.D. Choi, Hong Hi.
Auch wenn es diverse Unterschiede zwischen beiden Verbänden bzw. Systemen gibt, sind doch die Grundsätze, nach denen beide das Tae
kwon-Do lehren, gleich. Das hält in mir die Hoffnung aufrecht, dass vielleicht in einiger Zeit die Verbände sich doch zu einem einzigen zusammen schließen.
                                                                                                                                         

Zu erreichende Ziele

Wie schon am Anfang erklärt, ist es das Ziel des Taekwon-Do durch das ständige Üben bestimmte Ziele zu erreichen. Deren gibt es fünf, welche im folgenden aufgelistet sind:

Höflichkeit ( Ye Ui )

Jeder ist gleich dem anderen. Dieses gilt insbesondere innerhalb des Dojang. Aus diesem Grunde, hat jeder den anderen mit der entsprechenden Höflichkeit zu behandeln. Schüler und Lehrer haben sich gegenseitig zu respektieren und zu achten.

Integrität ( Yom Chi )

Jeder sollte in der Lage sein, die eigenen Fehler einzugestehen und zu dem zu stehen, was er tut. Ein Lehrer sollte nie aus Unwissenheit falsche Techniken lehren, sondern immer danach streben, seinen Schülern die bestmögliche Ausbildung zu geben. Ist er dazu nicht mehr in der Lage, sollte er die Schüler zu einem anderen Lehrer schicken.

Ein Schüler sollte immer zu seinem Lehrer stehen. Auch sollte er nicht aus egoistischen Gründen oder Machthunger Tae Kwon Do lernen wollen.

Selbstdisziplin ( Guk Gi )

Jeder Mensch lebt in gewissen Grenzen, ob körperlich oder geistig. Natürlich sollte jeder auch versuchen dazu zu lernen und seine körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu verbessern. Wer aber seine eigenen Grenzen überschreitet, verliert die Kontrolle. Dieser Verlust kann sich im Training schlimm für den Partner auswirken. Aber auch in anderen Bereichen zeugt die Unfähigkeit im Rahmen seines eigenen Könnens zu leben und zu handeln von fehlender Selbstdisziplin.

Durchhaltevermögen ( In Nae )

Durchhaltevermögen kann man gleichsetzen mit Geduld und Hartnäckigkeit. Um sein sich gesetztes Ziel zu erreichen, sei es z.B. eine höhere Stufe zu erreichen oder eine Technik bzw. Form zu vervollkommnen, muß man dieses mit Geduld und Beständigkeit anstreben.

Unbezwinglichkeit( Beakjul Bool Gool )

Wenn jemand seine Grundsätze und die für Ihn wichtigen Werte in Gefahr sieht, sollte er diese mit einem unbezwinglichen Kampfgeist verteidigen.
                                                                                                                                         

Bestandteile des Taekwon-Do

Grundschule

In der Grundschule lernt der Schüler alle Techniken. Dort lernt er sich zu bewegen und seine Bewegungen zu koordinieren. Die Grundschule ist das Fundament, auf dem sich alles aufbaut und zu dem man immer wieder zurückkehrt.

Tul/Hyong oder Poomse

Nach festgelegten Bewegungsabläufen zeigt der Schüler bestimmte Techniken. Da es wie ein richtiger Kampf zu sehen ist, sollte der Schüler sich auch so verhalten. Bewertet wird Kraft, Dynamik, Atmung, der richtige Ablauf und ob der Schüler wieder auf den Ausgangspunkt zurückkehrt.

Freikampf

Hier kämpft der Schüler gegen einen realen Gegner. Er muß seine Techniken jetzt voll unter Kontrolle haben. Diese Art Kampf ist abgesprochen, d.h. er weiß welcher Angriff kommt. Dieser wird aber mit voller Kraft ausgeführt. Der Schüler muß diesen Angriff entweder abwehren oder ihm ausweichen und dann einen Gegenangriff starten.

Selbstverteidigung

Dieses ist die schwierigste Stufe. Hier muß sich der Schüler gegen einen oder mehrere reale Gegner verteidigen. Er weiß nicht wie und womit angegriffen wird. Auch bei der Verteidigung und dem Gegenangriff ist ihm die freie Wahl überlassen.

Bruchtest

Hier soll der Schüler zeigen, daß er die Technik richtig beherrscht. Konzentration, Schnelligkeit und Kraft sind dafür notwendig. Wird er diese drei Dinge in der Technik vereinen, kann er das Material ohne Verletzungen zerstören.
 
 

All diese Bestandteile führen immer wieder zueinander. Dieses ergibt den Taekwon-Do Kreis.

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